Ergebnisse unserer Athleten 2019

Hier findet ihr die Ergebnisse unserer Athleten im aktuellen Wettkampfjahr. Ältere Ergebnisse gibts unter Ergebnisse-2018. Viel Spaß beim Stöbern!


Diverse Bayerische Meisterschaften (Freising/Ingolstadt)

Diverse Bayerische Meisterschaften (Freising/Ingolstadt)                          

 

am: Ein erfolgreiches verlängertes Wochenende liegt hinter den Leichtathleten der LG Karlstadt-Gambach-Lohr.  Mit insgesamt drei Bayerischen Meistertiteln und zwei zweiten Plätzen konnte das Trainerteam ein starkes Ergebnis bilanzieren.

Zunächst standen an Christi Himmelfahrt in Freising die Langstaffelmeisterschaften auf dem Wettkampfprogramm. Über 3 x 800 Meter gab es zunächst einen sicheren Start-Ziel-Sieg durch Startläuferin Mareike Bauer und den Kohlmann-Schwestern Corinne und Fabienne. Mit der Siegeszeit von 6:47,05 Minuten qualifizierte sich das Trio für die Deutschen Meisterschaften und setzte sich zudem auf Platz zwei in der aktuellen Deutschen Bestenliste. Nur 90 Minuten später mussten die drei zusammen mit Mia Weißhaar wieder auf den Rundbahn, diesmal über 4 x 400 Meter der Frauen. Die noch der U-20 Klasse angehörende Weißhaar zeigte ein couragiertes Rennen und konnte mit einer Klassezeit als Erste das Holz auf Mareike Bauer übergeben. Diese ließ gegenüber der Konkurrenz nichts anbrennen und die Gambacherinnen Corinne und Fabienne Kohlmann liefen auch hier ungefährdet zum nächsten Titelgewinn. In 3:55,53 Minuten konnte auch hier die Norm für die Deutschen Meisterschaften abgehakt werden. Das spannendste Rennen des Tages zeigte überraschend die 3 x 1000 Meter-Staffel der männlichen Jugend U 18 im Kampf gegen das favorisierte Trio der LAC Quelle Fürth.  Kai Estenfelder rangierte sich clever hinter dem Fürther Startläufer ein und konnte diesen kurz vor dem ersten Wechsel auch noch überholen. Dasselbe Spiel praktizierte bis 950 Meter auch der Lohrer David Geiger, bevor der Fürther auf den letzten Metern noch einen kleinen Vorsprung herauslaufen konnte. Nachdem sich auch Schlussläufer Jonas Babinsky nicht abschütteln ließ, kam es auf der Zielgeraden zu einem großartigen Endspurt, den der Fürther knapp für sich entscheiden konnte. Mit der Zeit von 8:19,43 Minuten konnten sich die Karlstädter gegenüber den unterfränkischen Meisterschaften um mehr als 20 Sekunden steigern und belegen in der Deutschen Bestenliste den fünften Platz.

Am Sonntag wurden in Ingolstadt dann die Bayerischen Hindernismeisterschaften ausgetragen. Hier holte sich Kai Estenfelder über 2000 Meter Hindernis der U 18 seine erste Einzelmedaille bei Landesmeisterschaften. Hinter dem Fürther Sebastien Döring lief Estenfelder in 7:13,66 Minuten zur Silbermedaille. Nach schwächeren Wettkämpfen konnte auch Johanna Beck wieder überzeugen. Über 2000 Meter Hindernis der U 20 dominierte die Karlstädterin von Anfang an mit gleichmäßigen Runden und im Ziel lief Beck erstmals die 2000 Meter Hindernis in 6:54,69 Minuten unter sieben Minuten. Neben dem Bayerischen Meistertitel konnte Beck zudem ihren eigenen unterfränkischen Rekord um sieben Sekunden verbessern.

 

 


Unterfränkische Meisterschaften in Hösbach

Nicht ganz an die Erfolge der vergangenen Jahre konnten die Sportler der LG Karlstadt-Gambach-Lohr bei den unterfränkischen Meisterschaften in Hösbach anknüpfen. Durch Verletzungen, Abiturstress und anderen Wettkampfplanungen fehlte eine Anzahl von Athleten, mit insgesamt elf Meistertiteln, sieben zweiten und vier dritten Plätzen konnte dennoch ein ordentliches Ergebnis bilanziert werden.

 

Viele Freude verbreitete vor allem der Nachwuchs in der Altersklasse U 16. Drei Meisterwimpel kassierte Tim Weinand (U 15) ein. Zunächst siegte der Karlstädter über 100 Meter mit neuer Bestleistung von 12,13 Sekunden. Anschließend schleuderte Weinand bei seinem Sieg den Diskus auf 24,38 Meter.  Stark dann die Vorstellung über 300 Meter. Hier verbesserte der Schüler seine Bestleistung um drei Sekunden und mit der Zeit von 40,28 Sekunden gab es neben Titel Nummer drei noch die Qualifikation für die Bayerischen Schülermeisterschaften zu feiern. Zwei Titel holte sich Vielstarterin Miriam Jachnik (U 15).  Zunächst siegte die 15-jährige im Hochsprung mit neuer Bestleistung von 1,46 Meter. Anschließend reichten 13,59 Sekunden über 80 Meter Hürden zum nächsten Sieg. Gut auch das Weitsprungergebnis mit 4,79 Meter als Vierte. Erstmal bestritt Jachnik einen Dreisprungwettkampf und als Dritte mit 9,86 Meter konnte sie sich sofort für die Bayerischen Meisterschaften qualifizieren. Ein Überraschungssieg über 800 Meter der U 14 gelang Katharina Fenn. Mit gleichmäßigen 200 Meter-Abschnitten dominierte Fenn das Rennen und im Ziel hatte die Schülerin acht Sekunden Vorsprung. Mit der Zeit von 2:30,64 Minuten verbesserte sich Fenn gleichzeitig um mehr als vierzehn Sekunden. Silber holte sich Fenn noch im Speerwerfen mit einer Weite von 22,48 Meter. Als Vierte über 80 Meter Hürden in 14,16 Sekunden und ebenfalls als Vierte mit 1,40 Meter im Hochsprung verpasste Maja Röder (U 14) nur knapp einen Medaillenrang. Ebenfalls als Vierte platzierte sich die Lohrerin Luise Durchholz (U 14) im Weitsprung mit Bestleistung von 4,45 Meter. Vincent Naujoks (U 14) schaffte mit 21,73 Meter im Diskuswerfen als Dritter den Sprung auf das Siegespodest. Dazu kommen noch zwei Vierte Plätze im Hochsprung (1,35 Meter) und über 80 Meter Hürden (14,52 Sekunden). Bei den Männern siegte über 400 Meter der Frammersbacher Nico Desch mit 51,48 Sekunden. Über 100 Meter sprintete Desch in 11,51 Sekunden als Dritter vor dem Lohrer Felix Emrich (12,00 Sekunden) ins Ziel. Erfreulich von Emrich das Weitsprungergebnis, denn mit 6,37 Meter holte er sich eine Bronzemedaille ab. Zwei Karlstadter Lauftalente sicherten sich in der Klasse U 18 die Meisterwimpel über 800 Meter und über 1500 Meter. Hier verbesserte Kai Estenfelder seine Bestzeit nochmals um fünf Sekunden und in 4:29,81 Minuten siegte Estenfelder vor seinem Mannschaftskollegen Elias Kriester, der sich in 4;34,40 Minuten um sieben Sekunden steigerte. Stärkster 800 Meterläufer war Jonas Babinsky. Der Retzbacher steigerte sich bei seinem Sieg auf gute 2:10,37 Minuten. Erfreulich auch die Bestleistungen -jeweils als Vierter- von Babinsky im Weitsprung mit 5,83 Meter und über 100 Meter mit 12,11 Sekunden. Verlass war auch in diesem Jahr wieder auf Mareike Bauer. Die Polizistin siegte bei den Frauen ungefährdet über 400 Meter in 59,71 Sekunden und über 800 Meter in 2:17,66 Minuten. In der Klasse U 20 steigerte als Zweite Theresa Schalling ihre Bestleistung über 100 Meter auf 13,05 Sekunden. Über 400 Meter reichten 61,80 Sekunden ebenfalls zum zweiten Platz. Diesen Rang erreichte über 200 Meter bei starkem Gegenwind auch Mia Weißhaar in 25,44 Sekunden. Annika Schraud holte über 400 Meter in 68,06 Sekunden Bronze. Bei der weiblichen Jugend U 18 musste sich im spannendsten Wettkampf des Wochenendes Paula Gerhard im Weitsprung mit einem Zentimeter ihrer Dauerkonkurrentin Lilian Heid (TV DJK Hammelburg) geschlagen geben. Bis zum fünften Durchgang führte die Stettenerin mit Bestleistung von 5,46 Metern den Wettkampf an, bevor Heid mit 5,52 Meter und 5,58 Meter konterte. Im letzten Durchgang probierte Gerhard nochmals alles und tatsächlich gelang mit 5,57 Meter eine Bestleistung, zum Sieg reichte es aber nicht. Dennoch rangiert Gerhard in Bayern nunmehr hinter Heid als zweite in der aktuellen Jahresbestenliste. Einen zweiten Platz gab es auch  für die 4 x 100 Meter Staffel in 52,88 Sekunden mit den Lohrern Fieneke Klebsch und Serafina Siegler, sowie Paula Gerhard und Hannah Zimmer. 


Unterfränkische Meisterschaften in den Langstaffeln in Aschaffenburg

Siegertrio
Siegertrio

am: Zwei unterfränkische Meistertitel in den Langstaffeln konnte der Leichtathletiknachwuchs der LG Karlstadt-Gambach-Lohr aus Aschaffenburg mit nach Hause nehmen.

 

Einen spannenden Wettkampf gab es zunächst in der 3 x 800 Meter Staffel der U 12. Startläufer Erik Widera, Henry Büttner und Lukas Sterr mussten gegen starke Konkurrenz vom TV Großostheim und TV Schweinheim laufen und zeigten eine starke Leistung, die letztendlich mit dem Sieg in 8:41,21 Minuten und dem begehrten Meisterwimpel belohnt wurden. Als Vorbereitung für die am Donnerstag in Freising stattfindenden Bayerischen Langstaffelmeisterschaften überzeugten über 3 x 1000 Meter der U 18 Kai Estenfelder, Elias Kriester und Jonas Babinsky. Das Trio siegte unangefochten in 8:42,47 Minuten und ist mit dieser Zeit auch ein Medaillenanwärter bei den Landesmeisterschaften. Vierte Plätze gab es noch über 3 x 800 Meter der W U 12 , der W U 14 und der W U 16. 


Sport als Lernerfolgs-Kontrolle - Leichtathletik-Ostertrainingslager

Wenn Abiturienten nicht nur Lernen im Kopf haben

 

Leichtathletik.

7.00 Uhr in der Früh, Sportschule Bad Blankenburg, in Zimmer 232 klingelt der Wecker. Was an einem Schultag nichts Außergewöhnliches wäre, ist für einen Osterferientag eher ungewöhnlich. Für Mia Weißhaar, Theresa Schalling, Phelina Böttger und Ann-Marie Zimmer ist die Nacht vorbei. Noch etwas müde vom Training der vergangenen Tage schälen sie sich mühsam aus ihren Betten, doch auch der nächste Schritt ist nicht gerade Ferien-like. Während Ann-Marie sich die Schulbücher schnappt und eine erste Lerneinheit in ihrer Abiturvorbereitung schon vor dem Frühstück hinlegt, marschieren Mia, Theresa und Phelina zum Yoga.

 

20 nach Sieben stehen in der Gymnastikhalle wahlweise Corinne Kohlmann oder Erika und Günther Felbinger und erwarten die 20 jungen Leichtathleten der LG Karlstadt/Gambach/Lohr zu einem ersten Aufgalopp. „Ich finde das Yoga einen wunderbaren Auftakt in unserem strukturierten Trainingslager-Alltag, mal was Anderes als unser gewohntes schneller, höher, weiter“, sagt Camp-Organisatorin Beate Schalling.

 

Während beim Frühstück für die meisten der jungen Nachwuchssportler der Blick schon auf das nächste Training gerichtet ist, fachsimpeln Mia und Theresa noch über die zuletzt bearbeiteten Mathematik-Aufgaben des Vortages und der Frage, welcher Lernstoff die Zeit zwischen Frühstück und Morgen-Trainingseinheit füllen wird. Ganz bewusst haben sich die beiden Schülerinnen des Karlstädter Johann-Schöner-Gymnasiums, Phelina Böttger von der FOS/BOS Würzburg sowie Ann-Marie Zimmer als Schülerin der Montessori-Fachoberschule für das Ostertrainingslager trotz anstehendem Abitur entschieden. „Durch den strukturierten Tagesablauf fühlt man sich gezwungen auch zu den freien Zeiten zu lernen und es ist besser die Lernpause mit Training zu füllen als zu Hause im Bett“, meint Theresa Schalling.

 

Das Experiment ‚Trainingslager trotz Abitur‘ sind die vier schnellen Leichtathletinnen ganz bewusst eingegangen, denn im Oster-Trainingslager wird naturgemäß am Feinschliff für die bevorstehende Leichtathletik-Saison gearbeitet. Außerdem ist ein solches Trainingslager stets Höhepunkt und Abschluss der langen Vorbereitungszeit über den Winter und wie es der Frammersbacher Nico Desch formuliert, „die entscheidende Zeit in der Vorbereitung, weil im Trainingslager der Grundstein für den Saisonerfolg gelegt wird“.

 

Für die vier Abi-Mädels hat Trainingslager-Koordinatorin Beate Schalling deshalb eigens für die lernwilligen Girls ein Lernzimmer eingerichtet. Und so steht zwischen Frühstück und der nächsten Trainingseinheit statt Chillen, Mathe auf dem Lernplan. „Ich habe mich hier hauptsächlich auf Mathe konzentriert, weil ich das am meisten brauche, außerdem kann man für Deutsch nicht wirklich so viel lernen“, weiß Mia Weißhaar um ihre Schwerpunkte. Die Doppelbelastung Training und Lernen sieht sie gelassen: „Wir haben hier jeden Tag zwei bis drei Stunden zum Lernen und wenn man diese Zeit effizient nutzt, ist es besser als zuhause die Zeit zu Verblödeln“. Außerdem sieht sie das Sporttreiben als „optimalen Ausgleich zur Verarbeitung des Lernstoffes“.

 

Derweil zeigt die Uhr zehn vor zehn an diesem Morgen und das Foyer der thüringischen Landessportschule füllt sich mit den 20 Main-Spessart-Leichtathleten und ihren Trainern Andreas Kohlmann, Thomas Keßelring und Bernhard Zink. Pünktlichkeit ist angesagt, denn wer zu spät kommt, den trifft der Liegestütz-Bann, pro Minute Verspätung fordert das Trainer-Team dann zehn Liegestützen. Das wirkt, denn lediglich bei der allerersten Trainingseinheit mussten zwei, drei Athleten ihre Armkraft zusätzlich unter Beweis stellen. Schnell sind die Aufgabenstellungen und Gruppeneinteilungen vorgenommen. Während die Sprinter den sonnigen Tag auf der Freisportanlage mit Einlaufen ins Schwarzatal beginnen, nutzen die Springer in den nächsten eineinhalb Stunden die Schnitzelgrube der Turnhalle, um am Absprungverhalten zu arbeiten. Den Coaches Bernhard Zink und Sprungspezialist Thomas Keßelring entgeht dabei kein Fehler, auch weil mit Video Fußaufsatz und Körperhaltung genau analysiert werden kann.

 

Spätestens bei der gemeinsamen Aufwärm-Gymnastik der Sprinter ist das Abitur wieder Gesprächsthema als Corinne Kohlmann, die erfahrenste Trainingslager-Teilnehmerin und erfolgreiche 800 Meterläuferin den Lernstand der Abi-Mädels auf den Prüfstand stellt. „Das schafft ihr schon, alles halb so schlimm, macht euch nicht verrückt“, muntert sie Mia, Theresa, Phelina und Ann-Marie auf. Anschließend stehen an diesem Vormittag sogenannte fliegende Sprints für Alle auf dem Programm. Mit 3,44 Sekunden bleiben die Uhren bei Mia Weißhaar am schnellsten stehen. Die zusätzlich vom Zeitnehmer gestellte Mathe-Aufgabe 1,19-1,15-1,10, bedeutet nichts Anderes als die einzelnen 10 Meter-Abschnitte und dass an der Grundbeschleunigung noch geschliffen werden muss.

 

Während nach dem Mittagessen für die meisten Athletinnen und Athleten Chillen auf den sonnigen Südbalkons mit heißen Musikrhythmen angesagt ist, ist auf der Nordseite des Unterkunftgebäudes im Lernzimmer bedächtige Ruhe eingekehrt, denn Stochastik-Aufgaben stehen zur Lösung gewissermaßen als Vorbereitung auf das Nachmittagstraining an. Dabei hat die Wahrscheinlichkeitsrechnung durchaus enge Bezüge zum Leichtathletik-Training, denn je konsequenter und kontinuierlicher trainiert wird, umso höher sind die Erfolgsaussichten. Und die sind für Mia Weißhaar bei einer persönlichen Bestzeit von 12,25 Sekunden und einer Qualifikationsnorm für die deutschen Jugendmeisterschaften von 12,40 Sekunden über 100 Meter relativ hoch. „Klar will ich da wieder dabei sein!“ formuliert sie ihr sportliches Ziel.

 

Derlei Meisterschaften hat die 24jährige Corinne Kohlmann aus Gambach schon zu Genüge erlebt. Im diesjährigen Ostertrainingslager ist sie nach vielen verletzungsbedingten Problemen im Vorfeld richtiggehend aufgeblüht: „Ich bin sehr glücklich, dass ich im Trainingslager alles trainieren konnte was ich wollte nachdem dies zuvor wegen Rückenproblemen weniger möglich war“. Nahezu ehrfurchtsvoll richtet sich deshalb der Blick vieler junger Sportler zu der erfahrenen Athletin. Nicht zuletzt aufgrund ihrer Zielstrebigkeit, sondern auch ihrer Zusatzschichten, die sie mit Trainer-Vater Andreas Kohlmann bei Tempoläufen und der gezielten Vor- und Nachbereitung des Trainings absolviert. Aber auch außerhalb der Trainingsflächen imponierte sie die jungen Nachwuchssportler mit einem kurzfristig anberaumten Bewerbungsgespräch in Englisch via Skype, das wegen der schlechten WLAN-Verbindung kurzerhand vom Teamkollegen Moritz Glößlein auf der Terrasse aufgebaut wurde.

 

„So funktioniert Team“, freut sich Camp-Leiterin Beate Schalling über das nahtlose Hand-in-Hand-Arbeiten aller Beteiligten. „Wir haben in diesem Jahr eine extrem homogene Geuppe, untereinander viel Spaß, vor allem auch die, die sonst nicht so viel miteinander zu tun haben“. So urteilt etwa die erstmal bei einem Oster-Trainingslager Anwesende 15jährige Lohrerin Fieneke Klepsch, „ich habe sehr viel fürs Leben gelernt und neue Dinge praktiziert, die ich vorher noch nicht gemacht habe“. Oder die 20jährige Karlburgerin Yaren Agdas: „Ich habe erfahren, dass ich mehr schaffen kann als ich dachte, das ist eine wichtige Erfahrung die man machen sollte. Obwohl ich bisher keine Wettkämpfe bestritten habe, lerne ich viel über und für das Leben durch die Trainer. Hier dabei zu sein ist für mich eine große Leistung“.

 

Das Nachmittags-Training wiederum bestreiten an diesem Tag alle gemeinsam und ist nicht ganz alltäglich. Beim gemeinsamen Bogenschießen sollen auf andere Art und Weise leichtathletische Grundfertigkeiten abgefragt werden: Konzentration, Präzision und Zielsicherheit. Schnell springt der Funke bei den Mädels und Jungs über und groß ist der Jubel als in der Challenge zielsicher die verschiedenen farbigen Ringe getroffen werden. „Das ist zur Abwechslung mal was ganz Anderes und macht den Kopf frei“, meint Ann-Marie Zimmer. Frei für die nächste Lerneinheit, denn die steht in der verbleibenden Zeit bis zum Abendessen für die vier Abi-Mädels erneut an, während die übrigen Campteilnehmer den Nachmittag bei einem Fußbad in der nahen Schwarza ausklingen lassen.

 

 


Rolf-Watter-Sportfest in Regensburg

Bei der 40. Auflage des Rolf-Watter-Sportfestes am Regensburger Uni-Gelände waren vor allem die eisigen Winde ein hartnäckiger Konkurrent für die teilnehmenden Teilnehmer. Und auch die ½ stündige Verspätung durch den Ausfall der Zeitmessung zu Beginn der Wettkämpfe waren nicht gerade förderlich für Top-Leistungen.  Umso erstaunlicher, dass die Athleten der LG Karlstadt-Gambach-Lohr bei diesen Bedingungen zwei Qualifikationen für die Deutschen Jugendmeisterschaften in Ulm schafften. Dazu kommen noch einige erfreuliche Bestleistungen.

 

 

Über 100 Meter der U 20 legte Mia Weißhaar zunächst einen soliden Start in die Saison hin und sprintete in 12,70 Sekunden auf den dritten Platz. Stark der Auftritt von Theresa Schalling, die als Siebte in 13,19 Sekunden eine neue Bestleistung erzielte.  Auf ihrer Lieblingsstrecke -den 200 Meter- überzeugte Weißhaar dann mit flotten 25,36 Sekunden und hakte somit gleich die Qualifikationsnorm für die Deutschen Jugendmeisterschaften ab. Theresa Schalling benötigte für diese Strecke 27,22 Sekunden. Gut in Form auch der Lohrer David Geiger, der zunächst über 100 Meter der U 18 seine 100 Meter Bestleistung um fast eine Sekunde auf 12,74 Sekunden steigerte und anschließend über 800 Meter mit neuer Bestleistung von 2:11,10 Minuten überraschte. Mit dieser Zeit verbesserte sich Geiger gegenüber 2018 um mehr als neun Sekunden. Gut auch die 400 Meterzeit von Nico Desch. Der Frammersbacher benötigte für die Stadionrunde 50,99 Sekunden und belegte bei den Männern mit dieser Zeit Rang drei. Über 1500 Meter wurden zwei gemischte Läufe (alle Altersklassen männlich und weiblich) nach bisherigen Zeiten durchgeführt. Im ersten Lauf startete Time Estenfelder nach längerer Pause wieder bei einem Wettkampf und wurde mit einer neuen Bestleistung von 4:33,70 Minuten und Rang drei in der Altersklasse U 20 belohnt. Im zweiten Lauf standen dann Johanna Beck und Kai Estenfelder gemeinsam an der Startlinie. Nach einer verbummelten dritten Runde konnte Estenfelder auf den letzten 300 Metern nochmals einen starken Endspurt hinlegen und siegte mit neuer Bestleistung von 4:34,56 Minuten (8. Gesamtplatz U 18).  Obwohl Johanna Beck auf den letzten 300 Metern das Tempo von Estenfelder nicht mitgehen konnte verbesserte die Karlstädterin ihre Freiluftbestleistung auf 4:41,44 Minuten und hakte nach der Norm über 2000 Meter Hindernis auch die Norm für die 1500 Meter für die Deutschen Jugendmeisterschaften ab.


Unterfränkische Meisterschaften in den Blockwettkämpfen

Bei Dauerregen und empfindlicher Kühle standen im Schweinfurter Willy-Sachs-Stadion die unterfränkischen Blockmeisterschaften der Schüler auf dem Wettkampfprogramm. Tapfer kämpften die angereisten Athleten der LG Karlstadt-Gambach-Lohr um den unterfränkischen Meisterwimpel und wurden dafür auch mit insgesamt vier Medaillen belohnt.

Über ihren ersten Meisterwimpel konnte sich Maja Röder im Block Lauf der Klasse W 14 freuen. Zunächst sprintete die Schülerin 14,66 Sekunden über 100 Meter, anschließend folgten 4,02 Meter im Weitsprung, 22,70 Meter im Ballwurf und 14,30 Sekunden über 80 Meter Hürden. Mit einem Vorsprung von mehr als 20 Sekunden startete Röder in den abschließenden 2000 Meterlauf und konnte diesen auch souverän mit einer Zeit von 8:36,07 Minuten ins Ziel retten.  Anna Rohr und Jule Ruppert mussten den Wettkampf verletzungsbedingt abbrechen,

 

Erfreulich auch die Leistungen in den Altersklassen W 12 und W 13. Lina Gerhard (W 13) und Sophie Otto (W 12) schafften im Block Sprint/Sprung als Dritte jeweils den Sprung auf das Siegespodest. Im Block Lauf der W 12 belegten Fabia Derra und Mona Shwehla die Ränge Fünf bzw. Neun. Auf den Plätzen Neun und Zehn landeten im Block Lauf der W 13 Mona Jäkel und Kayra Toka. In der Mannschaftswertung belegten Die Karlstädterinnen hinter dem LA Team Alzenau mit Lina Gerhard, Mona Jäkel, Fabia Derra, Sophie Otto und Kayra Toka den zweiten Platz.